Windrad in Pellheim

Am 16.1.20 besichtigten Mitglieder dreier Ortsverbände der Grünen (Röhrmoos, Dachau, Bergkirchen) die Windkraftanlage in Pellheim und die dazugehörige Ziegelei, Hörl & Hartmann.

Die Ziegelei erzeugt rechnerisch mit Windkraft und Photovoltaik ausreichend Strom, um die Ziegelei komplett zu versorgen. Da der Strom nicht gespeichert wird, wird überschüssiger Strom ins Netz gespeist, während zu sonnen- und windarmen Zeiten Strom aus dem Netz entnommen wird. Über ein ausgeklügeltes System werden außerdem Schwelgase verbrannt, die beim Brennen der Ziegel durch die organischen Porenbildner (z.B. Sägespäne) entstehen. Die dabei entstehende Energie wird zum Trocken der Ziegel verwendet. Auch wird durch diese zusätzliche Nachverbrennung das Abgas von unverbrannten Kohlenstoffen gereinigt.

Besonders interessant für die Teilnehmer waren die Ausführungen von Herrn Michael Hörl über den anfänglichen Widerstand der Anwohner, über nächtliche Abschaltzeiten zum Schutz von Fledermäusen und deren Monitoring sowie über Diskussionen über die Gefährdung des Rotmilans, dessen Anwesenheit in Pellheim schließlich doch nicht nachgewiesen werden konnte. Des weiteren zeigte er Zweifel an der Sinnhaftigkeit von relativ günstigen CO2 -Kompensationszahlungen, mit denen Unternehmer eine angebliche „CO2 – neutrale Produktion“ bewerben können.

Auf jeden Fall konnten wir uns überzeugen, dass das Windrad auch in nächster Nähe leiser ist, als die B471 in Günding.

Alles in allem war es eine sehr interessante und kurzweilige Führung, die sehr viel Einblick gegeben hat.

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