Gleichberechtigung

Vor 100 Jahren fand mit der Wahl zur verfassungsgebenden Nationalversammlung zum ersten Mal eine deutschlandweite Wahl mit weiblicher Beteiligung statt. Zum ersten Mal wurden bei dieser Wahl auch Frauen als Abgeordnete gewählt. Es war eine zwingende Notwendigkeit und großartige Errungenschaft auf dem Weg hin zu einer echten Demokratie. Wo stehen wir heute, 100 Jahre später? Das Ziel einer gleichen Repräsentanz der weiblichen Bevölkerung in der Politik ist noch lange nicht erreicht, auch nicht in der Kommunalpolitik, die das Herzstück der gesellschaftlichen Gestaltungsmacht ist. Sie berührt und regelt das unmittelbare Lebensumfeld der Menschen und setzt Eckpfeiler für die Zukunftsentwicklung unserer Heimatregion. Gute Politik braucht beides, die weibliche wie die männliche Sicht auf die Dinge. Und Frauen brauchen eine Politik, die ihre Bedürfnisse kennt und ernst nimmt!

Unsere Parteigeschichte ist geprägt von Frauen, die ihre Rechte durchsetzen. Doch am Ziel sind wir noch längst nicht: Wir kämpfen weiter dafür, Chancen, Macht, Geld und Zeit endlich gerecht zwischen Frauen und Männern zu teilen. Wir sind froh darüber, dass wir bei diesem Kampf inzwischen auch von Männern unterstützt werden. Frauen und Männer brauchen gleiche Chancen und keine Rollenklischees, die sie einschränken. Wir alle, Männer wie Frauen, brauchen gewiss keine neuen Frauenfeinde, auch nicht in den sozialen Netzwerken.

Wir GRÜNE stehen für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern. Wir sind die einzige Partei, die eine paritätische Vertretung von Frauen in kommunalen Gremien mit verbindlichen innerparteilichen Regeln ermöglicht. Wir setzen uns dafür ein, auch in Führungspositionen kommunaler Verwaltungen und in Gesellschaften mit kommunaler Beteiligung eine paritätische Besetzung zu erreichen. Auch Haushalts- und Finanzentscheidungen sind Ausdruck von gesellschaftlichen Machtverhältnissen. Frauen müssen in gleicher Weise von den Mitteln des Kreishaushalts profitieren wie Männer.

Die Hälfte der Macht den Frauen

Wir wollen erreichen, dass

  • auch in Bergkirchen von einer Doppelspitze (Frau und Mann) als Bürgermeister:in geleitet wird, wie wir es zuletzt für den Rest der aktuellen Wahlperiode durchgesetzt haben.
  • in der Verwaltung der Gemeinde Frauen so gefördert werden, dass sie Leitungsfunktionen übernehmen können, vor allem auch in den sog. technischen Bereichen wie Bau, Planung und Finanzen.
  • in der Sozialberichterstattung, z. B. dem Armuts-/Reichtumsbericht, auf die besondere Situation von Frauen eingegangen und sie in den entsprechenden Haushaltsentscheidungen berücksichtigt wird.
  • in der Kommunikation des Landratsamtes auf geschlechtergerechte Sprache geachtet wird.

Selbstbestimmung und Sicherheit

Gewalt gegen Frauen gehört noch immer nicht der Vergangenheit an. Sie zeigt sich in unterschiedlichen Formen. Sexistische Bemerkungen, anzügliche Sprüche oder sogar körperliche Belästigung hat fast jede Frau schon erlebt. Wir kämpfen auf Bundesebene für einen Rechtsanspruch für alle Frauen auf Schutz und Unterstützung. Auch in Bergkirchen ist viel zu oft sogar das eigene Zuhause ein gefährlicher Ort für Frauen.

Wir wollen erreichen, dass Bergkirchen

  • für eine sichere Finanzierung eines Frauenhauses sorgt.
  • bei Planungen im öffentlichen Raum auch entsprechende Beleuchtung berücksichtigt, um die Sicherheit von Frauen auch nachts zu verbessern.
  • bei allen „Park and Ride“-Plätzen überwacht, dass ausreichend Frauenparkplätze zur Verfügung stehen.

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